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Englisch am lebenden Objekt
oder
die Insel der Fruchtbarkeit


Unsere Studienfahrt fing am 27.9. gleich gut an.

Das Flugzeug hatte neun Stunden Verspätung, was insbesondere einige leidenschaftliche Partygänger, die in der vorhergehenden Nacht kaum geschlafen hatten, in tiefe Depressionen stürzte. Wider Erwarten wurde es aber sehr lustig, wir vertrieben uns die Zeit mit den 60DM-Essensgutscheinen, die jeder von Air Britannia als Entschädigung bekommen hatte, und erkundeten jeden Winkel des Flughafens.
Als wir dann noch die zweieinhalb Stunden Flug überstanden hatten, fanden wir uns auf einer Insel wieder, deren sämtliche Gebäude aus ockerfarbenem Stein gebaut sind, wo Palmen statt Platanen die Straßen säumen und wo uns die drückende Schwüle den Schweiß ins Gesicht trieb.
Nachdem wir unser Hotel in Paceville (St. Pauli von Malta) bezogen hatten - die Zimmer waren nicht gerade komfortabel, aber es hatte ja auch niemand etwas von Luxushotel gesagt - machte sich die „big happy family“ ,wie wir von einem Einwohner Pacevilles genannt wurden, auf die Suche nach einem Strand.
Schließlich landeten wir in einer Art lauwarmen Hafenbecken, aber:
Hauptsache Wasser!

In den nächsten Tagen gewährte uns unsere charmante maltesische Führerin Nancy Einblicke in die Geschichte Maltas.
Prähistorische Tempel voller Phallussymbole, mysteriöse Spuren von Außerirdischen, Tropfsteinhöhlen, Städte, Kirchen, in denen die weiblichen Wesen der Gruppe fast ausnahmslos ihre Blöße bedecken mußten um die Götter nicht zu erzürnen, Katakomben, wo wir in dunkle Grabkammern kletterten, und die Nachbarinsel Gozo mit der Rammla-Bucht, in der Odysseus sieben Jahre mit Calypso in einer Höhle lebte (war bestimmt lustig!) mit kleinen Städten und einer Burg, auf deren Mauer Herr Spatz und Christian K. Macbeth zitierten.
Bei dieser Reise durch die Geschichte haben wir eines gelernt: die Malteser hatten zu allen Zeiten nur eins im Kopf: FRRRUCHTBARKEIT !!!
An den zwei Tagen ohne Nancy zeigte uns Herr Spatz leibhaftig die Inselhauptstadt Valetta mit ihren Museen und Kirchen und machte mit uns eine Hafenrundfahrt.

An den Nachmittagen fanden wir immer noch Zeit, um im Meer zu baden, manchmal nur kurz in unserem Hafenbecken und zweimal in der eine halbe Busstunde entfernten Mellieha Bay mit weißem Sand und glasklarem Wasser.

Den allerletzten Tag verbrachte die Mehrheit fast vollständig am Strand in der Golden Bay, wo die Wellen meterhoch waren und wir uns noch mal so richtig austoben konnten.

Die Nächte in Paceville waren auch sehr ereignisreich. Meistens begannen wir unser Abendprogramm mit kleineren Zimmerparties, die sich zu fortgeschrittener Stunde auf die Straßen des Sündenpfuhls ausdehnten. Diese quollen über vor Menschen aller Nationen, die alleine oder in Gruppen herumstreiften, -standen, -saßen oder -lagen, redeten, lachten und Weinflaschen kreisen ließen. Eine Kneipe neben der anderen, dazwischen Burger King, Billardcafès und Discos, in denen der Eintritt meistens kostenlos war, man konnte sie also alle abklappern und verweilen, wo es einem gefiel. Meistens landeten im Laufe der Nacht alle im Rockcafè, wo wir das Kultgetränk HOOCH zu uns nahmen, dessen Geschmack uns heute noch an diese geniale Woche erinnert. Der Alkoholgenuß sorgte zwar für einige blaue Flecke an diversen Körperteilen da einige Leute (K.L. und F.S. aus K.)Gleichgewichtsstörungen bekamen, für heiteres Bettlakenwaschen in der Nacht (M.M. aus H.) und viele kurzzeitige Bekanntschaften, aber da wir gegenseitig gut aufeinander aufpaßten, entstanden keine nennenswerten Schäden außer morgendlicher Katerstimmung.

Unsere Lehrer waren super, machten jeden Spaß mit und ließen uns soviel Freiraum wie nur irgend möglich. Ein großes Lob an Frau Koch und Herrn Spatz!

Am 4.10. flogen wir braun, müde und mit vielen tollen Erinnerungen zurück nach Germany.

Fazit: Genial war´s!


Malta Studienfahrer/innen


Kleines Maltaquiz

1) Was benutzen maltesische Busfahrer am seltensten?
a) Gaspedal
b) Bremspedal
c) Hupe
2) Was ist eine „peruanische Hochlandindianerin“ und warum fahren unsere Männer voll auf sie ab?
3) Was ist ein Feuerspender? (hallo Kerstin)
4) Warum nennen sich Frau Koch und Herr Spatz seitdem „Herr Gemahl“ und „Frau Gemahlin“?
5) Warum mußten wir vier Treppen hoch steigen, wenn das Hotel zwei Fahrstühle hatte?
a) weil sie kaputt waren
b) „It’s broken, don’t worry!“
c) weil der nette Portier sie im fünften Stock mit Stühlen festgeklemmt hatte, damit wir nicht damit fahren und sie kaputt machen konnten
6) Was für ein Haustier schaffte sich Christoph am ersten Abend an?
a) Hund
b) Katze
c) Kakerlake
7) Warum ist Kai Blümchen in Malta polizeibekannt?
a) weil er seinen Geldbeutel samt Ausweis im Bus liegen ließ
b) weil er im Hafen von Valetta beim Dealen erwischt wurde
c) weil er sich mit Inspektor Clousot anlegte
8) Warum mutieren Schweizer Mädchen beim Anblick von Christian K. und Manuel H. zu Russinnen, die weder deutsch noch englisch sprechen???


Maltesische Sprüche:

Spatz: „Marcel, hör auf, dir dauernd Symbole zu merken, wenn du dir eine Welt aus Symbolen aufbaust, denkst du schon sexistisch, wenn ein Zug in den Tunnel fährt!“

Kai: „Ich find des irgendwie erstaunlich, dass jemand aus Slowenien hierher kommt, des könnt‘ ma‘ eigentlich auch mal machen!“

Franzi: „Der Typ da hat mich gefragt, ob mein Kürsing beim Pissen stört!“

Markus Posse zu Frau Koch: „Den logarä Umgangston könnte‘ ma‘ beibehalte‘!“

Benni guckt am Strand einer Frau nach: „Je Süden, desto Figur!“

Bobby läuft besoffen auf eine Mauer zu, die quer über den Gehweg gebaut ist. Er bleibt stehen und guckt Christoph fragend an. Christoph läuft auf der Straße an der Mauer vorbei.

Bobby: „Hähä, den Trick mußte mir mal zeigen!“